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Ausschnitte aus dem Interview mit Heinz Meierhoff bei Radio ZuSa in der Sendereihe: "SPEAKER´S CORNER" am 25.02.2010 16.03.2010 Interview und Zusammenfassung von Linda Rommel
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| Den Mitschnitt dieses Interviews (ca. 20 Minuten) wurde uns mit freundlicher Genehmigung von Linda Rommel zur Verfügung gestellt. Diesen Mitschnitt können Sie hier als MP3-Datei oder als realAudio-Stream anhören (erfordert entsprechendes Programm zur Wiedergabe) |

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ZuSa: Welche Highlights gab es in den vergangenen 20 Jahren? |
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Meierhoff: Highlights gab es im investiven Bereich, bei Baumaßnahmen: beispielsweise die Erstellung der Seniorenwohnanlagen mit den Häusern an der Ripdorfer Straße, Baumaßnahmen im Kindertagesstättenbereich; der Umzug der Rettungswache in die Bartholomäiwiesen, der Neubau des Bereitschaftsgebäudes dort; die Erweiterung des DRK- Zentrums; Ausbau der Begegnungsstätte des Mehrgenerationenzentrums mit den Sälen, das alles sind Entwicklungen, die man sieht.
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ZuSa: Wie hat sich der Bedarf entwickelt, z:B: so viele neue Seniorenwohnungen zu bauen? |
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Meierhoff: Jeder hat ja schon vom demographischen Wandel gehört. Und ich bin angesprochen worden, ein klassisches Altenheim zu bauen; das lehne ich ab, da der Bedarf an Wohnform sich verändert und es ist sinnvoller, seniorengerechte und behindertengerechte Wohnungen zu bauen, die nach den Vorstellungen des `Kuratorium deutscher Altenhilfe´ zu erstellen waren. Wichtig ist dabei das selbständige Leben und Wohnen im Alter ermöglicht werden soll, der alle Entwicklungsmöglichkeiten für die Senioren offen lässt und nur im Notfall Unterstützungsmöglichkeiten gibt.
Als wir dann 2001 den ersten Wohnblock eröffnet haben mit 26 Wohneinheiten, haben wir festgestellt, dass die zu wenig waren; die Warteliste bestand aus weiteren 50 Anfragen, dann wurde ein weiterer Wohnblock erstellt … und jetzt bauen wir in Bad Bevensen die nächsten 12 Wohnungen, die zum 1. Juni 2010 bezugsfertig sein werden. Ingesamt verfügen wir dann über 61 Wohnungen mit etwa 100 Bewohnern.
Der Erfolg gibt uns also Recht und ich sehe auch noch weiteren Bedarf im Landkreis.
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ZuSa: Das Mehrgenerationenzentrum bietet ein umfangreiches Angebot an Schulungs- und Unterhaltungskursen. Ist ein Ausbau des Programms in Planung? |
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Meierhoff: Ja. Vor 20 Jahren gab es hier die klassische Altentagesstätte. Ein Raum mit 120 qm und da fand dann Seniorenbereuung statt. Das war nicht sehr kundenorientiert.
Wir haben uns dann dem Bedarf angepasst und Angebote gemacht, die permanent ausgebaut wurden. Und aus der klassischen Altentagesstätte ist dann das Mehrgenerationenzentrum geworden, in dem nicht nur Senioren zu uns kommen, in dem wir nicht nur nachmittags etwas anbieten, in dem wir nicht nur für Senioren Programm haben, sondern im Ergebnis für alle Generationen.
Im Jahre 2009 haben wir dort insgesamt 22.000 Besucher im Haus gehabt, die die Angebote und Leistungen des DRK in Anspruch genommen haben.
Das machen wir sehr gern und da danken wir auch der Stadt Uelzen für die Unterstützung des MGZ, das mehr ist als ein Mehrgenerationenhaus und das auch von der AWO, dem Kinderschutzbund und anderen genutzt wird.
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ZuSa: Welche Entwicklungen gibt es im Bereich Kindergärten, Kinderkrippen? |
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Meierhoff: Es gibt so etwas, wie einen Bauboom, das ist sehr positiv. Das DRK betreibt bereits seit Jahrzehnten eine Kinderkrippe für die Stadt; aber es gibt keinen freien Platz und es müssen weitere Krippenplätze gebaut werden.
Die Gedanken gehen natürlich weiter: Kinderkrippe, Kindergarten, Hort, Schule – hier muss eine noch bessere kontinuierliche Vernetzung stattfinden, damit kein Vakuum entsteht. Hier gibt es gute Erfolge, die müssen aber kreisweit ausgebaut werden…. es kann für die Lehrkräfte in den Grundschulen von Vorteil sein, wenn sie von unseren Erfahrungen im Tagesstättenbereich mit profitiert.
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ZuSa: Alle sprechen von Krisen, von schweren Zeiten. Wie ist das vereinbar mit den Prämissen des DRK, denn Sie müssen ja auch Ellenbogen zeigen? |
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Meierhoff: Die Führung eines Wohlfahrtsverbandes – des DRK KV UE, ist natürlich unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu sehen. ….Es gibt zwar einen Wohlfahrtsverband, der einen sehr großen und starken ehrenamtlichen Bereich hat, aber auch einen hauptamtlichen Bereich, der unter betriebswirtschaftlichen Aspekten geführt werden muss . Meine Absicht war es diesen Kreisverband als Dienstleistungsunternehmen zu sehen, unter dem Zeichen des Roten Kreuzes, …..aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein starker hauptamtlicher Bereich befruchtend für den ehrenamtlichen Bereich wirken kann. Und das ist die große Zukunftsaufgabe, die wir hier haben, nämlich die Vernetzung von Hauptamt und Ehrenamt, um noch leistungsstärker, noch kompetenter im Landkreis Uelzen da zu sein…… Unsere Ortvereine, 19 an der Zahl, betreuen über 5000 Mitglieder und sind sehr aktiv. Wir können stolz sein auf unser aktives Ehrenamt, müssen aber sehen, dass es auch in 10 oder 15 Jahren leistungsfähig ist und da gilt es, heute unter betriebswirtschaftlichen Aspekten Weichenstellungen vorzunehmen, die das Ehrenamt unterstützen, weiter qualifizieren, um für die Zukunft fit zu sein… Denn alle demographischen Statistiken sagen aus, wie die Überalterung stattfinden wird und wir wollen davon nicht überrascht werden, sondern wir stellen uns heute drauf ein und schaffen heute Strukturen und Möglichkeiten, die dann zum Einsatz kommen können.
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ZuSa: Sie sagten, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt sehr gut ist…Sie müssen doch alle, auch die anderen Wohlfahrtsverbände an einem Strang ziehen? |
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Meierhoff: …..Wir haben zu vielen Kommunen ein sehr gutes Verhältnis; wir sind in vertraglichen Bindungen… also, was wir machen, machen wir für die gesamte Fläche im Landkreis Uelzen; da sind wir aktiv, da wollen wir leistungsstark sein, dazu brauchen wir auch Größe. Und die Frage der Zusammenarbeit mit anderen Wohlfahrtsverbänden….läuft über den `Arbeitskreis der Wohlfahrtsverbände´ - deren Vorsitzender ich bin – auch gut, um im Interesse der Bürger, für die wir alle tätig sind, Leistungen anzubieten, die nicht verzettelt werden…. einer soll immer etwas konsequent und umfangreich machen……
Die Frage nach Krise, ja das spüren wir auch….Aber uns Menschen ist mit auf den Weg gegeben, dass wir denken sollen….und da sind wir umso mehr gefordert, Ideen zu entwickeln, wie man trotz Krise etwas positiv weiterentwickeln kann und sich nicht ergehen in Jammereien über Krise, sondern Lösungen suchen.
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ZuSa: Lösungen suchen und finden beim DRK-Kreisverband Uelzen. Ein Gespräch mit Heinz Meierhoff.
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Meierhoff: Was wir als DRK tun können, das machen wir. Wir bieten eine Vielzahl von Arbeitsplätzen an….. Wir können 250 Plätze für den erzieherischen Bereich anbieten, 130 Arbeitsplätze für den Rettungsdienst, etwa 20 Plätze im Verwaltungsbereich, in der Pflege 90 Arbeitsplätze …
Die Region lebt ja hauptsächlich vom Gesundheitsbereich……Aber um die Jugend hier zu halten, braucht es eine andere Anzahl von qualifizierten Arbeitsplätzen, die wir in der Region nicht haben…..Das Kunststück dabei ist, das der Jugendliche durchaus zu seiner Arbeitsstelle pendeln kann, aber dass er das Geld, was er auswärts verdient in Uelzen ausgibt. Und dazu braucht er eine gewisse Infrastruktur (Bahn und Verkehrswege) und damit erreichen wir auch, dass die Fläche nicht weiter bevölkerungsmäßig ausgedünnt wird. Das wäre kontraproduktiv, gerade wenn wir an den demographischen Wandel denken. Sonst haben wir die Dörfer, die irgendwann einmal leer stehen.
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| Den Mitschnitt dieses Interviews wurde uns mit freundlicher Genehmigung von Linda Rommel zur Verfügung gestellt. Diesen Mitschnitt können Sie hier als MP3-Datei oder als realAudio-Stream anhören (erfordert entsprechendes Programm zur Wiedergabe) |
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