Alltagsintegrierte Sprachbildung ist besonders wichtig, weil Kinder Sprache am besten in vertrauten und besonderen Situationen lernen. Beim Spielen, Entdecken und gemeinsamen Handeln können sie neue Wörter unmittelbar mit eigenen Erlebnissen verbinden. Sprache wird so nicht isoliert geübt, sondern regelmäßig und ganz selbstverständlich angewendet. Das stärkt den Wortschatz, die Ausdrucksfähigkeit und das Sprachverständnis – wichtige Grundlagen für soziale Teilhabe und späteres Lernen.
Beim gemeinsamen Ausprobieren entstehen zahlreiche natürliche Sprechanlässe. Die Kinder tauschen sich untereinander sowie mit den Erzieherinnen und Erziehern aus, benennen Materialien und Tätigkeiten und beschreiben ihre Beobachtungen. Begriffe wie Wasser, Seife, Schaum, nass, trocken, sauber, viel, wenig, spritzen, schäumen und waschen werden im gemeinsamen Tun aufgegriffen und erweitert.
Durch gezielte Fragen, Gespräche und die sprachliche Begleitung der Handlungen werden die Kinder dazu angeregt, ihre Gedanken, Beobachtungen und Erfahrungen in eigenen Worten auszudrücken.
„Wir verbinden sprachliche Bildung mit konkretem, sinnlichem Erleben und schaffen im Alltag vielfältige Möglichkeiten, den Wortschatz, die Ausdrucksfähigkeit und die Freude am Sprechen zu fördern“, erklärt Einrichtungsleiterin Natalie Rewoldt.
